Special "Sicherheit und Unfallschutz"

Seit jeher ist die Waldarbeit ein gefährliches Unterfangen und schwere Unfälle sind immer noch an der Tagesordnung. Deshalb hat die Thematik Sicherheit und Unfallschutz in der Forst- und Holzbranche nach wie vor ein hohes Maß an Aktualität und Bedeutung und besonders im Privatwald bedarf es noch einiger Aufklärung und Schulung zur Unfallprävention.

Die DLG-Waldtage 2015 rücken aus diesem Grunde diese wichtige Thematik im Special „Sicherheit und Unfallschutz“ in den Fokus. Privatwaldbesitzer, Brennholzwerber, Forstunternehmer oder Kommunaldienst-leister können sich hier über Unfallschwerpunkte bei der Waldarbeit, Schulungsangebote, Wirkungsweise von Unfallschutzkleidung und aktuelle Entwicklungen und Trends bei neuer Schutzkleidung informieren.

Unternehmen haben die Möglichkeit sich an dem Messeschwerpunkt „Sicherheit und Unfallschutz“ zu beteiligen und neuste Schutzkleidung auszustellen, über Schulungsangebote zu informieren, Neuheiten bei Sicherheitseinrichtungen zur Vermeidung von Unfällen oder ergonomische Arbeitsmittel und Gerätschaften zu präsentieren. Selbstverständlich stehen dafür auch Vorführflächen zur Verfügung.

An einem Spannungssimulator wird fachkundiges Personal der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau Schnitttechniken für Holz unter Spannung demonstrieren und so wertvolle Hinweise zur besten und sichersten Vorgehensweise bei der herausfordernden Aufarbeitung von Sturmholz geben. Des Weiteren wird die SVLFG, mit einem Windenprüfstand über die Gefahren von veralteten Winden informieren, die trotz ihres hohen Gefahrenpotenzials noch vielerorts im Einsatz sind.

Zum Thema Schnittschutz wird Prof. Dr. Wolff von der Hochschule Rottenburg mit einem Prüfstand für Schnittschutzkleidung vor Ort sein und die Wirkungsweise praktisch mit Hilfe einer Hochgeschwindigkeitskamera (2.000 Bilder / Sekunde) demonstrieren. Die innovative Messtechnik an dem Prüfstand ermöglicht intensivere Einblicke in den Prüfungsablauf, der mit ca. 80 Millisekunden nur einen Augenblick dauert.

Auf der Basis dieser neuen Messtechnik ergeben sich neue Bewertungs- und Interpretationsmöglichkeiten der Sicherheit von Schnittschutzhosen, die im Rahmen der Messe erstmals
einem breiteren Publikum zur Verfügung gestellt werden soll. Damit lassen sich bestehende Unterschiede zwischen verschiedenen Hosenmodellen visualisieren und bewerten.

Beispielauswertung mit der neuen Messtechnik (Zum Vergrößern, bitte klicken)
Beispielauswertung mit der neuen Messtechnik:

Die scheinbar geringfügig unterschiedliche Entwicklung der Kettengeschwindigkeit bei Hose 2 (rote Linie) bewirkt, dass unmittelbar über dem Futterstoff der Schnittschutzhose - nach der Durchtrennung aller Schnittschutzlagen - noch eine Kettengeschwindigkeit von 10 m/sec. ansteht. Nachdem der Futterstoff der Hose - anders als in einer realen Unfallsituation - durch die anschließende Aufwärtsbewegung der Sägeschiene am Prüfstand nicht durchtrennt wird, besteht diese Schnittschutzhose den Normschnitt mit demselben Ergebnis wie Hose 1 (grüne Linie), die am tiefsten Punkt der Sägeschiene stillsteht.

Weitere Informationen zum Schnittschutztest erhalten Sie von Prof. Dr. Dirk Wolff unter
info@institut-waldarbeit.de oder +49 (0) 7472 / 951 242

Allgemeine Informationen zu diesem und allen Weiteren Specials der DLG-Waldtage 2015 erhalten Sie von Erik Ochmann,
Tel: 069 24788 -341
Mail: waldtage(at)dlg.org

Veranstalter:

DLG

Projektpartner:

Brilon Forst
Waldbauernverband NRW
Landesbetrieb Wald und Holz NRW

Fachpartner:

RWZ

Bildquelle: DLV- Deutscher Landwirtschaftsverlag und Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg, Professur Waldarbeit und Forsttechnik

Flyer Special Sicherheit