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15. Briloner Waldsymposium

9. September 2022, um 14:00 Uhr im Kongresszelt auf dem Ausstellungsgelände in Lichtenau

Generationenwald in der Zeitenwende – Waldbesitzer zwischen allen Stühlen?

Die Stadt Brilon als größte deutsche kommunale Waldbesitzerin veranstaltet gemeinsam mit dem WBV NRW und der DLG im Rahmen der DLG-Waldtage 2022 das 15. Briloner Waldsymposium.

Das traditionsreiche „Briloner Waldsymposium“ genießt als Plattform der klaren Worte einen überregionalen guten Ruf.  Es gilt als Herzstück des Fachprogrammes der Messe und findet am Nachmittag des Eröffnungstages, in diesem Jahr am 9. September 2022 in Lichtenau/Westfalen statt.

„Generationenwald in der Zeitenwende – Waldbesitzer zwischen allen Stühlen?“ Moderiert wird das Symposium von Prof. Dr. Andreas Bitter, dem Präsidenten der AGDW.  

Vor dem Hintergrund der aktuell anstehenden Wiederbewaldung, dem erforderlichen klimaresilienten Bestandesumbau und der schwierigen wirtschaftlichen Lage insbesondere der kommunalen und privaten Waldbesitzer werden die konkreten künftigen Anforderungen an die Leistungen unserer Wälder und dementsprechend die Erwartungen an die Waldbesitzer konstruktiv kritisch hinterfragt.

In drei Beiträgen werden dazu unterschiedliche Blickwinkel beleuchtet und einerseits der künftige Bedarf aus den verschiedenen Waldfunktionen quantifiziert, aber auch dem Waldbesitzer konkrete Empfehlungen für die betriebliche Umsetzung gegeben. 

 

Aktueller/künftiger Holzbedarf und Holzverwendung (stofflich und energetisch)

Wir sollen dem wachsenden Holzbedarf gerecht werden, unsere Wälder sollen diese Nachfrage nachhaltig befriedigen und die Betriebe benötigen eine Ertragsperspektive, um das auch weiterhin leisten zu können. Aktuell gewinnen die Themen Versorgungssicherheit, Rohstoffversorgung und Lieferketten eine ganz neue Bedeutung. Was bedeutet das für den Waldbesitz? Wie geht das im Zielkonflikt mit den anderen Waldfunktionen?

Naturschutz

Naturraumerhaltende Bewirtschaftungsansätze und –regeln für den Waldeigentümer. Wie kann der wirtschaftliche Ertrag des Waldeigentümers unter veränderter Priorisierung der Ziele hin zu mehr Naturschutzleistungen erhalten oder gar gesteigert werden?

Klimastabile Zukunftswälder – zuwachsstark und artenreich?

Wie sehen unsere Wälder in Zukunft aus? Gelingt mit den richtigen waldbaulichen Konzepten die Quadratur des Kreises zwischen nachhaltiger Holzproduktion, optimalem Klimaschutz und optimaler Förderung der Artenvielfalt?

Zur Überleitung in die Diskussion nach den drei Vorträgen wird Christian Raupach, ein betroffener Kleinprivatwaldbesitzer zu Wort kommen, der eigentlich seinen „Generationenwald“ als gesicherten Jungbestand vererben wollte und jetzt vor weichenstellenden Entscheidungen bei begrenzten wirtschaftlichen Möglichkeiten steht.