Spacer - ein innovatives Verfahren in der Jungbestandspflege

Spacer - ein innovatives Verfahren in der Jungbestandspflege

In einem Special auf den DLG-Waldtagen 2017 in Brilon-Madfeld (Sauerland) präsentieren Fachleute im Rahmen kommentierter Live-Vorführungen das Verfahren

Bildquelle: Wald und Holz NRW

Die Erziehung von jungen Waldbeständen in bestmöglicher Qualität und der Schutz der Bestände vor Schäden durch eine bedrängende Begleitvegetation sind die wichtigsten Ziele von Pflegeeingriffen. Je nach Ausgangssituation benötigen Jungbestände eine eigene waldbauliche Behandlung. Der im Rahmen eines Specials auf den vom 15. bis 17. September 2017 in Brilon-Madfeld stattfindenden DLG-Waldtagen 2017 vorgestellte Spacer (Husqvarna FBX 535) und das gezeigte Pflegeverfahren sind eine situationsangepasste, technische Alternative zu bereits vorhandenen Arbeitsverfahren. Mit der vorgestellten Technik ist es möglich, je nach Zielsetzung des Waldbesitzers, der gewünschten Eingriffsstärke oder zur Steuerung der Konkurrenzsituation, notwendige Eingriffe auf den Waldflächen durchzuführen.

Im Special „Spacer - ein innovatives Verfahren in der Jungbestandspflege“, das vom Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen, dem Lehr- und Versuchsforstamt Arnsberger Wald und dem Forstlichen Bildungszentrum für Waldarbeit und Forsttechnik präsentiert wird, wird das Verfahren der Jungbestandspflege mit dem Spacer live in vier Verfahrensschritten gezeigt:

 

1.     Der waldbauliche Ist-Zustand wird stichprobenartig erfasst.

2.     Flächen werden durch die Anlage von Begehungspfaden gegliedert unter Zuhilfenahme von Richtlasertechnik, später können die Pfade gemäß den Zertifizierungskriterien als Rückegassen übernommen werden.

3.     Waldbauliche Ziele werden mit dem Spacer auf der Fläche technisch umgesetzt.

4.     Nach Abschluss wird die Qualität der Maßnahme stichprobenartig kontrolliert.

 

Von der Abteilung Arbeitswissenschaften und Verfahrenstechnologie (ifa) der Georg-August-Universität Göttingen wurde die Produktivität des Verfahrens im Auftrag vom Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen untersucht. Für das Verfahren liegen Planzeiten vor, die als Planungsgrundlage genutzt werden können und ein Controlling ermöglichen.

Die Präsentationen werden fachlich kommentiert und finden mehrmals täglich statt.

Interessenten finden das Special „Sichere Holzernte in komplexen Waldstrukturen“ auf dem Gelände der DLG-Waldtage am Stand FE 47.

Projektpartner:

Brilon Forst
Waldbauernverband NRW
Landesbetrieb Wald und Holz NRW

Fachpartner:

RWZ

Mit freundlicher Unterstützung: